Lux– Neugestaltung des Graf-Luxburg-Museums

Zeitraum: 07/2017 – 07/2020

Ort: Bad Bocklet, Aschach

Auftraggeber: Bezirk Unterfranken, Museen Schloss Aschach

In der Sommerresidenz der Grafenfamilie Luxburg gewinnen Besucher*innen in den dreißig Schlossräumen seltene Einblicke in die Welt einer Kunstliebhaber- und Sammlerfamilie.
Zielsetzung des szenografischen Entwurfs ist von Anfang an, die historischen Wohnräume so authentisch wie möglich erscheinen zu lassen. Alles soll den Eindruck vermitteln, als wären die Bewohner noch da und hätten nur mal eben für einen Moment den Raum verlassen. Mit der Inszenierung von Interieurs und einzelner Gegenstände, Schattenprojektionen und neuen Medien werden Rückblenden, Zeitschnitte und die Revitalisierung der Räume gleichermaßen geschaffen. Dieser Prämisse folgend drängt sich die museale Vermittlung nicht vor das Exponat, sondern ermöglicht es dem Besucher, auf Entdeckungsreise zu gehen und den Kosmos des Schlosses selbst zu erkunden. Der Raumeindruck bleibt unberührt, in den Büchern und Karten kann gestöbert und gelesen werden.

Im Gegensatz zu den authentischen Wohnräumen stehen die Galerieräume, in denen sich die hochkarätigen Sammlungen der von Luxburg präsentieren. Ganz im Sinne von Brian O`Dohertys theoretischem Ansatz des „White Cubes“ stehen hier die Exponate mit ihrer herausragenden Schönheit im Fokus, gut ausgeleuchtet ohne ablenkenden Zierrat.
Es ist das Auratische und das Authentische – aber auch das Spielerische und Humorvolle, das den Charme des neuen Graf-Luxburg-Museums ausmacht.
Der Bezirk Unterfranken hat Bertron-Schwarz-Frey und molitor in einer Arbeitsgemeinschaft mit der Gestaltung der neuen Dauerausstellung des Graf-Luxburg-Museums beauftragt.

Fotos: © Alexander Mengel, Gerhard Nixdorf

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