Ein weites Feld. Der Flughafen Tempelhof und seine Geschichte.

Zeitraum: 09/2018 – 11/2018

Ort: ehemaliger Flughafen Tempelhof

Auftraggeber: Stiftung Topografie des Terrors

Die enorme Wechselseitigkeit der Geschichte eines einzelnen Ortes und die Menschen, die mit ihr verbunden sind, illustriert der Flughafen Tempelhof in Berlin. Wahrhaftig ein weites Feld das von ersten Flugversuchen im Ausgang der 19. Jahrhunderts sowie vom strategisch wichtigen Knotenpunkt während der Weimarer Republik zeugt. Aber auch von den markerschütternden Vorgängen während des Nationalsozialismus. Im Zweiten Weltkrieg wurden auf dem Flughafengelände Kampfflugzeuge produziert und repariert. Frauen und Männer aus ganz Europa mussten hier Zwangsarbeit leisten. Eines der ersten Konzentrationslager befand sich am Rande des Areals. Im Fokus der Ausstellung stecht diese Zeit, darüber hinaus erzählt sie aber auch die Vorgeschichte und Entwicklung des Geländes und holt es in die Gegenwart.

Der Ort, an dem einst die legendären „Rosienbomber“ kreisten, das „Tor zur freien Welt” war und was heute die „Tempelhofer Freiheit“ genannt wird, ist ein ganz besonderes, kulturelles Erbe. Und vielleicht vermag der gemeinsame Blick auf diesen Ort und seine Geschichte den Europäern Europa wieder ein Stück näher zu bringen. Die von der Stiftung Topographie des Terrors im Rahmen des SHARING HERITAGE Europäischen Kulturerbejahres 2018 erarbeitete Ausstellung möchte einen Beitrag dazu leisten. Molitor greift den Gedanken in der Gestaltung sowie Grafik und Realisierung auf, um der Einzigartigkeit des Ortes gebührend Rechnung zu tragen.

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