Der Krieg und ich – Kriegskinder 1939 – 1945

Zeitraum: 03/2018 – 09/2019

Ort: Berlin

Auftraggeber: plattform e.V. / Looks Film & TV GmbH

Wie haben Kinder den Zweiten Weltkrieg erlebt? Das multimediale Ausstellungssprojekt veranschaulicht Menschen ab acht Jahren die Geschichten von Kindern aus verschiedenen europäischen Ländern während des Zweiten Weltkriegs. In zwei begehbaren „Kinderzimmern“ erfahren die Besucher*innen mehr über die Lebenswelten in Deutschland und Frankreich und in einem weiteren Raum, der dem Thema Flucht gewidmet ist, das Schicksal eines Mädchens aus der Sowjetunion.
In Kooperation mit LOOKs film stellte sich platform e.V. der schwierigen Aufgabe, Kindern die ernsten und sensiblen Themen Krieg, Holocaust und Flucht in einer altersgerechten Form zu vermitteln. Mit einem neuen Erzählformat möchte die Wanderausstellung zusammen mit der Dramaserie „Der Krieg und ich“ einen aktiven Beitrag für Verständigung und Toleranz in Europa leisten. Dabei wird Geschichte anhand der Kinderfiguren aus der Serie in lebendiger und anschaulicher Weise erzählt.
Die Besucher*innen können in den Themenräumen Objekte angefassen und ausprobieren, ergänzend berichten Tondokumente und historische Filmausschnitte aus dieser Zeit.

Das Eintauchen in den historischen Lebensraum regt dazu an, darüber nachzudenken, wie Flucht und Krieg auch auch die eigene Lebenswelt betreffen. Arbeitsblätter zur Nachbereitung sind verfügbar und Gruppenbesuche werden grundsätzlich von einer Bildungsreferentin begleitet.
Im Begleitprogramm erzählen Zeitzeug*innen, eine musikalische Text- und Musikcollage wurde eigens für die Ausstellung entwickelt, in Kooperation mit einer Buchhandlung wurde ausgewählte Literatur für die Zielgruppe vorgestellt und ein bebilderter Vortrag ergänzte die Veranstaltungsreihe – ein weiteres Angebot zum gedanklichen Austausch und Gespräch.
www.platform-berlin.eu/kriegskinder
molitor hat im Auftrag von platform e.V. die Generalplanung des Projektes übernommen und die Produktion der Wanderausstellung in fünf 20 Fuß großen Seecontainern realisiert. Dafür wurden unter anderem das pädagogische Konzept erarbeitet, interaktive Exponate entwickelt, historische Requisiten recherchiert, Repliken angefertigt und die Räume historisch anmutend ausgestattet.

Fotos: © Bildmitte/Christoph Eckelt

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