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Weg in die Natur – Eine Geschichte von Wald und Menschen

Ort: Nationalpark Bayerischer Wald
Auftraggeber: Nationalpark Bayerischer Wald, Hans Eisenmann Haus
Leistung: Exponatbau
Projektjahr: 2010/2011

Am 14.1.2011 eröffnet das Besucherzentrum Hans-Eisenmann-Haus seine neue Dauerausstellung „Weg in die Natur - Eine Geschichte von Wald und Menschen“. Die Ausstellung wurde interdisziplinär konzipiert und vermittelt Besuchern verschiedene Facetten des Lebensraumes Wald und seiner Geschichte. In der Ausstellungsarchitektur von Holzer Kobler Architekturen werden die Zuschauer nach einer Einführung in die Grundideen von Nationalparks und Naturschutz durch ein interaktives Landschaftsrelief, das die Nationalparks Bayerischer Wald und Šumova, ihre Umgebung und Lebensräume zeigt, geführt. „Natur Natur sein lassen“ lautet die Philosophie, und in der Tat, nirgendwo zwischen Atlantik und Ural dürfen sich die Wälder mit ihren Mooren, Bergbächen und Seen auf so großer Fläche nach ihren ureigenen Gesetzen zu einer einmaligen wilden Waldlandschaft, einer „grenzenlosen Waldwildnis“, entwickeln.

m.o.l.i.t.o.r. entwickelt für die Ausstellung Exponate, die den Besuchern die  Geschichte des Waldes in unterschiedlichen Perspektiven vermittelt. Die Exponate sprechen Kinder und Erwachsene an und laden dazu ein, sich in die Materie zu vertiefen. Direkt im Eingangsbereich kann auf zwei großen Drehscheiben die Veränderung des Waldes durch menschliche Nutzung in Bild- und Textausschnitten verfolgt werden. Weitere Bildquellen erschließen sich zu aufgedruckten Texten entlang einer Wand, in welcher sich mechanisch bedienbare Leuchtkästen befinden, die sich gleich einer Diaserie durch das Bedienen von Hebeln betrachten lassen. Eine weitere Bildfolge gleicht einem aufgeschlagenen Leporello und lädt zum Betrachten ein. Mittels eines Chronologieschiebers können Besucher an anderer Stelle Bildquellen zur Geschichte des Nationalparks aufleuchten lassen. Welche Waldbewohner alle von einer Spechthöhle profitieren können, erfährt man an einem Modell, das sich mechanisch drehen lässt und so die verschiedenen Nutzer zeigt. Kinder können sich spielerisch, mit von Hand drehbaren Periakten, Bilder rund um den Wald zusammensetzen und die Begriffe dazu in deutscher und tschechischer Sprache lernen.


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